BKW und Arnold verhelfen dem Projekt «PHOENIX» zum Flug
Im September 2010 hat die Nestlé Suisse SA (Nestlé) in Konolfingen eine neue, hochmoderne und umweltfreundliche Produktionsanlage in Betrieb genommen. Die BKW FMB Energie AG (BKW) und die Arnold AG (Arnold), ein Tochterunternehmen der BKW, trugen massgeblich zum Erfolg des Projekts "PHOENIX" bei. Die Investitionen der BKW beliefen sich auf rund 1 Mio. CHF. Fünf Mitarbeitende standen während mehrerer Monate im Einsatz.
Im September 2010 nahm die Nestlé Suisse SA ihre neue und hochmoderne Produktionsanlage in Betrieb. Die BKW hat massgeblich zum Gelingen des Projekts beigetragen. Sie investierte rund 1 Mio. CHF in die Erneuerung und den Ausbau der Netzinfrastruktur und setzte fünf Mitarbeitende während mehrerer Monate dafür ein. Peter Neuenschwander, Projektleiter und seit zwanzig Jahren bei der BKW, sagt über «PHOENIX»: «Das Projekt war äusserst kosten- und arbeitsintensiv, aber auch sehr spannend und vielfältig! Aufträge in dieser Dimension sind nicht alltäglich.»
Damit Nestlé die Anlage in Betrieb nehmen und die Produktionskapazität steigern konnte, benötigte sie eine neue Transformatorenstation mit einer installierten Leistung von 10 MW. Die Firma
Schneider Electric lieferte die Transformatoren und die Nieder- und Mittelspannungsanlage. Die Arnold nahmt die Installationen vor und die BKW war für die Ankopplung der Transformatorenstation an das
16-kV-Netz verantwortlich, sprich für das Eingangs- und das Abgangsfeld, die 16-kV-Messung und die Übergabeschalter. Antoine von Graffenried, verantwortlich bei der Nestlé für die Automatisierung der
Gebäude und die Stromverteilung, lobte die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Partnern.
Doch mit dem Ausbau der Transformatorenstation war es nicht getan! Auch die Stromleitungen in der Region mussten verstärkt werden. Die 16-kV-Freileitung ab der Unterstation Grosshöchstetten war
schlicht zu schwach, um die neu erstellte Transformatorenstation «PHOENIX» mit elektrischer Energie zu versorgen. Die BKW baute deshalb - ab der Unterstation Grosshöchstetten auf einer Strecke von
über vier Kilometern - zwei neue Kabelleitungen mit einem Querschnitt von je 3x1x240 mm2 Cu. Eine Kabelleitung, mit einer Übertragungskapazität von 12 MW, wird ausschliesslich durch die Nestlé
genutzt. Die andere steht dem Vertriebspartner Grosshöchstetten als Reserveeinspeisung und dem Versorgungsgebiet Konolfingen zur Verfügung. Sie wurde in der Region Konolfingen an die bestehenden
Transformatorenstationen angeschlossen. Da die Kapazität der Kabelleitung ab der Unterstation Wichtrach - zwischen Tägertschi und Konolfingen - ebenfalls nicht ausreichte, wurde auch diese ersetzt.
Wiederum kamen unsere Spezialisten zum Einsatz: Die BKW verantwortete die Projektierung und das Engineering der Leitungen. Und die Arnold nahm die Verlegung und Montage vor.
Nestlé startete die Renovations- und Erweiterungsarbeiten vor rund zwei Jahren. Der Standort in Konolfingen ist auf die Verarbeitung von Milch für Kinder- und Gesundheitsnahrung spezialisiert. Das
neue Gebäude umfasst 12'000 m2, was der Grösse von rund zwei Fussballfeldern entspricht. Es ist in drei Bereiche unterteilt: Im ersten werden Rohstoffe entgegengenommen und verarbeitet. Im zweiten
wird abgefüllt und verpackt und im dritten gelagert und ausgeliefert.